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Was macht ein Neurologe?

Der Neurologe befasst sich mit der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems. Die Neurologie hat sich in den letzten 20 Jahren rasant entwickelt und mit innovativen Therapien eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft übernommen.

Während junge Menschen in Schule, Beruf und Familie zunehmenden Belastungen ausgesetzt sind, wird die Bevölkerung immer älter. Neurologische Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen und Schlafstörungen einerseits sowie Schwindel, Schlaganfall, Parkinson und Demenz andererseits sind Volkskrankheiten und nehmen an Bedeutung zu.

Untersuchungsmethoden…

EEG (Elektroenzephalografie)

Das Elektroenzephalogramm ist eine harmlose Untersuchung, die 30 – 40 Min. dauern kann, wobei auf die Kopfhaut Elektroden aufgesetzt und über Kabel eine Hirnstromkurve computergestützt fortlaufend aufgezeichnet wird.

Das EEG hat seine größte Bedeutung in der Erkennung und Kontrolle von Anfallsleiden (Epilepsie). Aber auch bei Kopfschmerzen, Schwindel, Durchblutungsstörungen des Gehirns, Stoffwechselstörungen oder unter der Einnahme bestimmter Medikamente kann die Untersuchung wichtige Hinweise geben.

EMG (Elektromyografie)

Bei einem EMG wird die Aktivität von Muskeln und Nerven mit Hilfe einer kleinen Nadelelektrode gemessen, die dazu in den zu untersuchenden Muskel eingeführt wird. Dabei werden elektrische Impulse an einen Verstärker übertragen und aufgezeichnet.

Die Ergebnisse geben Aufschluss über den untersuchten Muskel, seine Aktivität und den Zustand des versorgenden Nerven (u.a. bei Bandscheibenvorfällen mit Nervenwurzelschäden, Entzündungen von Nervensträngen sowie Erkrankungen des Muskels).

NLG (Nervenleitgeschwindigkeit)

Bei dieser Untersuchung wird der Nerv mit Hilfe einer auf die Haut aufgesetzten Elektrode elektrisch gereizt und die dadurch ausgelöste Muskelreaktion gemessen.

Die Untersuchung ist bei den häufig auftretenden Engpasssyndromen (Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk, Ulnarisneuropathie am Ellenbogen), aber auch bei Schäden der Beinnerven ( z.B. Neuropathie bei Diabetikern ) wichtig für die Einleitung einer Behandlung. Die Untersuchung ist aufgrund der ausschließlich verwendeten Schwachströme harmlos.

SEP (Somatosensorisch evozierte Potentiale)

Hierzu wird ein Nerv elektrisch gereizt und die dadurch provozierte Reaktion mit Elektroden auf der Kopfhaut abgeleitet und computergestützt aufgezeichnet.

Diese Untersuchung dient zur Feststellung von Störungen der sensiblen Nervenbahnen an Armen und Beinen, im Verlauf des Rückenmarks und im Gehirn.

VEP (Visuell evozierte Potentiale)

Bei dieser Untersuchung wird die Funktion des Sehnervs hinter dem Auge und der Sehbahn in ihrem Verlauf im Gehirn dargestellt. Der Patient blickt dabei auf einen Bildschirm mit dargestelltem Schachbrettmuster. Dadurch werden bestimmte Impulse im Gehirn erzeugt, die gemessen und aufgezeichnet werden.

Insbesondere bei der Früherkennung einer Multiplen Sklerose ist die Untersuchung ein anerkanntes und bewährtes Verfahren.

AEP (Akustisch evozierte Potentiale)

Mit der Messung wird die Funktion des Hörnervs und seines Verlaufs im Gehirn dargestellt. Der Patient erhält über Kopfhörer Schallreize, die Nervenreaktion wird computergestützt aufgezeichnet.

Die Untersuchung ist als Ergänzung hilfreich bei Hörstörungen, Ohrgeräuschen und Schwindel.

Dopplersonografie (Ultraschall der Halsschlagadern u. Hirnarterien)

Bei dieser Untersuchung werden mit einer Ultraschallsonde der Blutfluss und die Gefäßbeschaffenheit der vorderen und hinteren Halsschlagadern und die wichtigsten Gefäße innerhalb des Schädels dargestellt.

Die Untersuchung dient der Erkennung von Einengungen oder Verschlüssen der hirnversorgenden Arterien und damit der Einschätzung eines Schlaganfallrisikos.

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